Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine herausfordernde Lebensphase, die mit Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und hormonellen Veränderungen einhergeht. Glücklicherweise gibt es pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, die auf natürliche Weise unterstützen können. Besonders bei einer Östrogendominanz, die häufig in den frühen Wechseljahren auftritt, können bestimmte Pflanzenstoffe regulierend wirken. Hier stellen wir die sechs besten vor: Traubensilberkerze, Fenchel, Johanniskraut, Mönchspfeffer, Maca und Yamswurzel.
1. Traubensilberkerze: Der Klassiker gegen Hitzewallungen
Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ist eines der bekanntesten pflanzlichen Mittel bei Wechseljahresbeschwerden. Sie enthält pflanzliche Wirkstoffe, die den Hormonhaushalt positiv beeinflussen und vor allem bei Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen helfen können.
Vorteile:
- Reduziert Hitzewallungen und Schweißausbrüche
- Unterstützt die emotionale Balance
- Fördert den Schlaf
Wichtig zu wissen: Frauen mit hormonabhängigen Erkrankungen wie Brustkrebs sollten die Einnahme nur in Absprache mit einem Arzt vornehmen, da die Traubensilberkerze hormonähnliche Effekte haben kann. Auch bei einer Östrogendominanz ist Vorsicht geboten.
2. Fenchel: Natürliche Unterstützung für den Hormonhaushalt
Fenchel enthält Phytoöstrogene, die dem weiblichen Hormon Östrogen ähneln und somit sanft auf den Hormonhaushalt wirken. Zudem wirkt Fenchel beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und kann Blähungen sowie Verdauungsprobleme lindern.
Vorteile:
- Löst Krämpfe und beruhigt den Magen
- Unterstützt den Östrogenspiegel
- Lindert Blähungen und Völlegefühl
Hinweis: Bei Östrogendominanz sollte Fenchel nur in Maßen konsumiert werden, da er östrogenähnliche Substanzen enthält.
3. Johanniskraut: Für die Psyche und innere Balance
Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird vor allem bei depressiven Verstimmungen und Schlafproblemen eingesetzt, die während der Wechseljahre häufig auftreten. Es wirkt stimmungsaufhellend und angstlösend, indem es die Serotoninproduktion im Gehirn steigert.
Vorteile:
- Wirkt stimmungsaufhellend
- Reduziert Ängste und Nervosität
- Fördert einen erholsamen Schlaf
Besonders hilfreich bei Östrogendominanz, da Johanniskraut die Leberfunktion unterstützt und somit den Abbau von überschüssigem Östrogen fördern kann.
4. Mönchspfeffer: Reguliert den Hormonhaushalt
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist bekannt für seine ausgleichende Wirkung auf den Hormonhaushalt. Er reguliert die Produktion von Progesteron, das bei einer Östrogendominanz häufig zu niedrig ist, und kann so typische Beschwerden wie Brustspannen, Stimmungsschwankungen und unregelmäßige Zyklen lindern.
Vorteile:
- Reguliert den Progesteronspiegel
- Lindert Brustspannen
- Hilft bei Stimmungsschwankungen
Ideal bei Östrogendominanz, da Mönchspfeffer den Progesteronspiegel erhöht und so das hormonelle Gleichgewicht wiederherstellen kann.
5. Maca: Die Powerknolle aus den Anden
Maca (Lepidium meyenii) stammt aus den peruanischen Anden und ist bekannt für ihre adaptogene Wirkung. Das bedeutet, dass Maca dem Körper hilft, sich an Stress anzupassen und den Hormonhaushalt auszugleichen. Es wirkt sowohl bei Progesteronmangel als auch bei Östrogendominanz ausgleichend.
Vorteile:
- Erhöht die Energie und Leistungsfähigkeit
- Unterstützt den Hormonhaushalt
- Steigert die Libido und das allgemeine Wohlbefinden
Besonders geeignet bei Östrogendominanz, da Maca die Balance zwischen Östrogen und Progesteron unterstützt.
6. Yamswurzel: Natürliche Progesteron-Quelle
Die Yamswurzel (Dioscorea villosa) enthält Diosgenin, eine natürliche Vorstufe von Progesteron. Sie wird häufig eingesetzt, um den Progesteronmangel während der Wechseljahre auszugleichen und Beschwerden wie Schlafprobleme, Reizbarkeit und Hitzewallungen zu lindern.
Vorteile:
- Unterstützt den Progesteronspiegel
- Lindert Hitzewallungen und Schlafstörungen
- Fördert die innere Ruhe
Ideal bei Östrogendominanz, da die Yamswurzel den Progesteronspiegel auf natürliche Weise erhöhen kann.
Fazit: Natürliche Hilfe für die Wechseljahre
Die richtige Kombination aus pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln kann Wechseljahresbeschwerden effektiv lindern. Vor allem bei einer Östrogendominanz sind Mönchspfeffer, Maca, Yamswurzel und Johanniskraut besonders hilfreich, da sie das hormonelle Gleichgewicht sanft regulieren. Dennoch gilt: Jede Frau reagiert individuell auf die Präparate. Daher ist es ratsam, vor der Einnahme einen Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren, um Wechselwirkungen und Kontraindikationen auszuschließen.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung.

Sonja ist Ernährungswissenschaftlerin und promovierte Epidemiologin mit langjähriger Erfahrung in der Gesundheitsforschung. Seit der Geburt ihrer beiden Kinder 2019 und 2023 beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema Rückbildung und der Thematik, wie man wieder einen gesunden und schönen Körper mit stabiler Mitte nach der Schwangerschaft bekommen kann. Sie möchte Euch helfen, nach der Schwangerschaft wieder fit zu werden!